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Chiara Tanesini - Kostüme Chiara Tanesini ist gebürtige Italienerin und erhielt ihre Ballettausbildung zunächst an der Ballettschule ihrer Mutter Marisa Lanzinger in Bozen, bevor sie 1984 ihre Ausbildung an der Heinz-Bosl-Stiftung in München abschloss. Im selben Jahr wurde sie Mitglied beim Stuttgarter Ballett. Dort tanzte sie wichtige Rollen in Choreographien von Cranko, Béjart, Forsythe, van Manen, Kilian, Zanella, Haydée, Blavier und Scholz und weltweit auf Tourneen des Stuttgarter Balletts. Zwischen 1993 und 1995 war sie als Solistin beim Béjart Ballett in Lausanne engagiert, wo sie Solorollen in Balletten wie Amor Roma, Athina, Ce que l'amour m'a dit und Heliogable tanzte. Béjart kreierte außerdem in seinen Balletten König Lear und Igor et moi Rollen speziell für sie. 1995/96 war sie Ballettmeisterin und Assistentin für Othello bei der Ismael Ivo Dance Company. Im selben Jahr kehrte Sie auch wieder zum Stuttgarter Ballett als Tänzerin zurück. Im Rahmen der Noverre-Veranstaltungen Junge Choreographen choreographierte sie zwischen 1993 und 1999 die Stücke In the Kingdom of the blind, Zin Zin und A Elda. Im Sommer 1998 machte sie ihren Abschluss zur Ballettpädagogin an der John-Cranko-Schule; außerdem assistierte sie bei Jean-Christophe Blaviers Out of Silence und entwarf auch die Kostüme für dieses Stück. Ab 1998 entwarf sie für die unterschiedlichsten Stücke wie E=mc², Vision fugitives von Blavier, Bilder einer Ausstellung von Haydée u.a. die Kostüme. Im September 1999 nahm sie an der Eröffnungsgala des neuen Staatstheaters mit einem Solo teil, das J.C. Blavier eigens für sie und diesen Anlass choreographierte. Im gleichen Monat assistierte sie bei Blaviers "Elle e(s)t moi" mit Vladimir Malakhov und Marcía Haydée. Im November 1999 tanzte sie neben Myrna Kamara, Marcía Haydée, José Luis Sultan und Robert Conn in der Multimedia-Performance "Touching the Leading Edge", wofür sie auch die Kostüme entwarf. Weitere Kostümentwürfe folgten, wie für "Dornröschen" von Marcía Haydée, das an der Staatsoper Ankara aufgeführt wurde. Anschließend trat sie als Tänzerin in George Taboris Version von "Ödipus" mit Ismael Ivo und Marcía Haydée im Theater des Berliner Ensembles und im Theaterhaus Stuttgart auf. Zuletzt arbeitete sie an der Seite von Jean-Christophe Blavier in der internationalen Koproduktion "Dolomytica" als künstlerische Leiterin, Regisseurin, Choreographin und Kostümdesignerin. Die Uraufführung fand 2002 in Bozen statt. Auch in Blaviers jüngster Neuinszenierung des Nussknacker zeichnet sie für die Kostüme verantwortlich.
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